Sprach(los)begabt

Da ich derzeit keinen Sprachkurs mache, weil ich mir das vorgenommen hatte, kann ich aber dennoch auf ein kleines bisschen Unterricht doch nicht verzichten. Italienisch hat für mich – und vielleicht auch für andere Deutschsprachige – seine Tücken. Ich erinnere mich, als ich mal zu meinem Schatz in Italienisch sagte, dass ich die „lampioni“ gerne esse, wie er heftig zu lachen anfing! Er wusste natürlich, was ich sagen wollte, aber in Wirklichkeit sagte ich tatsächlich, dass ich Lampen gerne esse! Gemeint waren aber die „lamponi“ – die Himbeeren. So kommt es oft, dass ich Vokabeln entweder verwechsle oder gleich eine neue Wortschöpfung kreirte, die es bis dato im Italienischen noch gar nicht gab. Oft ist mein Schatz aber nicht wirklich hilfreich, weil er mir Worte sagt, die entweder aus dem trentinischen Dialekt stammen, oder gar nicht wirklich „stubenrein“ sind. Also beides eher weniger geeignet für mich im italienischen Sprachgebrauch. Glücklicherweise nahm ich 2014 an einem tollen Projekt in Bozen teil, das mir bis heute zwei Freundinnen bescherte, die – so wie ich – sehr daran interessiert sind, die deutsche Sprache zu erlernen und mir helfen beim Spracherwerb in Italienisch. Das Projekt „Tandem“. Darüber möchte ich euch gerne berichten.

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Auf zum Schwur Tirolerland…

Wie doch die Zeit vergeht. Im Südtiroler Unterland ist der Sommer eingezogen und hat die letzten Wochen viel Hitze mitgebracht. Meine liebste Jahreszeit ist nun voll da und ich freue mich des Lebens hier. Wenn ich morgens meine Runde walke – ja, ich liebe das Nordic Walking – die vielen Blüten sehe, mitten durch die Weinberge gehe und die Dörfer im Etschtal von oben betrachten kann, dann jubiliert meine Seele. Wirklich toll. Man trifft dann auch nette Leute und es geht sich immer wieder ein „Ratscherl“ aus. Auch einige wichtige Termine für die Schützen fanden statt: Fronleichnam und Herz Jesu! Was es damit auf sich hat und welche Bedeutung diese Feste für uns Katholiken in Tirol haben, möchte ich euch gerne erzählen.

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Respekt

Es gilt mein Respekt vor allem den Südtiroler Bauern, die sehr viel Arbeit, Schweiß und Mühe in ihre Produkte stecken. Das Wetter spielt natürlich immer eine große Rolle und obwohl Südtirol sicher klimatisch vorteilhaft ist, kann es trotzdem schnell gehen, wenn das Wetter seine Kapriolen spielt und zur „Unzeit“ Hagel schickt. Der Respekt gilt natürlich allen Bauern auf der Welt, aber hier in Südtirol sehe ich jeden Tag, wie wunderbar alles gepflegt wird. Respekt habe ich aber auch und vor allem vor den Männern der 60iger Jahre, die um diese Freiheit gekämpft haben. Sonst würde Südtirol wohl nicht mehr das uns bekannte Südtirol sein. Und die Bauern würden wohl kaum noch ein Wort Deutsch sprechen. Doch welches Selbstbild und Selbstverständnis muss man haben, um sich so für die Freiheit ins Zeug zu legen? Ich denke, dass es viel mit Selbstachtung zu tun hat. Selbstachtung? Mhm.. wo beginnt sie und wo hört sie auf? Darüber habe ich mir einige Gedanken gemacht.

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Andreas Hofer – unser „Ander“ und die Schützen

Bei uns Schützen gibt es immer wieder Gedenkfeiern und damit „Ausflüge“ in die Geschichte. Eine ganz besondere Begebenheit ist jedes Jahr das Andreas Hofer Gedenken. Es findet in allen Landesteilen statt. Der 20. Februar ist der Todestag von Andreas Hofer. Er wurde in Mantua hingerichtet. Was hat das mit mir zu tun? Tja, viel denke ich. Nicht nur äußerlich – immerhin trage ich Tracht – sondern und vor allem auch innerlich.

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Angriff ohne Fläche

Ich dachte schon, dass ich auf meinen letzten Eintrag keine Reaktion erhalten würde, da das Thema ja schon breit und vielfältig medial aufbereitet wurde („Schneechaos“). Dann kam doch aus einer vollkommen überraschenden Ecke eine Reaktion! Ich muss gerade wieder laut lachen, wenn ich daran denke. Es war eine vernichtende Kritik! Ich sei vollkommen ahnungslos, was die Südtiroler Geschichte, Mentalität und politische Situation betrifft. Der dahinter stehende Wunsch war beinahe greifbar: es sollte mir richtig schlecht ergehen in Südtirol. Warum wünscht mir das jemand? „Oh mei, dr Neid isch a Hund!“, hat schon mein Vater gerne gesagt. Was macht das mit mir, wenn jemand so mit mir umgeht? Diese Gedanken dazu möchte ich gerne mit euch teilen.

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Von Lügen, Halbwahrheiten und anderen Verdrehungen

Du erfährst von mehreren Menschen aus deinem beruflichen Umfeld, dass jemand Lügen über dich verbreitet. Es sind heutzutage schon fast alltägliche Erfahrungen. Manchmal sind es richtig frei erfundene Lügengeschichten, oft aber auch Halbwahrheiten, die aber so gestaltet sind, dass sie dir schaden. Oft sind die Motive dafür unbekannt. Du weißt nicht, warum diese Person das tut. Dies geschieht im Kleinen, aber leider auch immer öfter im ganz großen Stil – nennt sich „Kampagnen“! Also die Verfolgung und Diffamierung von einzelnen Menschen oder ganzer Gruppen in medialem, also in einem sehr kostspieligen Rahmen. Was macht das mit uns? Wie können oder sollen wir uns verhalten? Ein Analyseversuch….

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Luxusartikel Zeit

Schon so viel Zeit ist seit meinem letzten Beitrag vergangen! Zeit ist ein Thema, besonders am Ende eines Jahres. Zeit zu leben, was bedeutet das eigentlich? Wie nützen wir sie richtig? Schließlich gibt es jeden Tag nur einmal. Ich weiß, dass diese Zeit des Schreibens, die ich gerade mit euch in Gedanken verbringe, einzigartig ist. Diese Momente kommen nie wieder, sobald sie vorüber sind. Schon ein bisschen unheimlich, finde ich! Ich verbringe Zeit mit meinen Lieben, besonders in der Weihnachtszeit. Was ich dabei empfinde und erlebe, das möchte ich gerne mit euch teilen.

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Gerade(her)aus

Ich war von den Reaktionen auf meinen letzten Beitrag überwältigt. Offenbar trifft die Feststellung, dass wir alle ganz schnell in einer Schublade landen können, über die wir nicht einmal im Entferntesten nachgedacht hatten, auf viele Menschen zu. Es scheint ein Stil der Zeit zu sein, dass man alles über einen Kamm schert, das Kind mit dem Bad ausschütten will, alles und jeden katalogisieren will – um es mal mit ein paar bildlich-schönen Redewendungen zu veranschaulichen – und wir so in allen denkbaren oder undenkbaren Schubladen landen. Warum ist das so? Gibt es dazu einen Hintergrund? Ich habe darüber sehr viel nachgedacht und viel gelesen. Die Schlussfolgerungen, die ich daraus ziehe sind folgende:

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Südtirol – das mehrsprachige Paradies?

Südtirol ist wunderschön, das ist eine der häufigsten Beschreibungen dieser Region im Herzen Europas. Darauf muss ich nicht eingehen, diese Schönheit ist inzwischen europäisches Allgemeinwissen. Denk ich mal. Aber die Bevölkerung ist etwas Besonderes. Zu Beginn dachte ich wirklich, dass hier ein Zusammenleben der Sprachgruppen umgesetzt wurde. Schlagwörter „Weltbeste Autonomie“ oder „Friedliches Zusammenleben“. Wie ich es erlebte zu Beginn, als ich noch mehr Besucherin war und wie ich es im Laufe der Zeit und heute erlebe, davon möchte ich heute berichten!

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