Auferstehung

Was bedeutet das für dich und mich? Was bedeutet das für jemanden, der gar nicht an Jesus glaubt? Bedeutet das etwas für ihn/sie ohne Glauben?

Ich habe das Osterfest sehr genossen, obwohl ich aus der Kirche in Österreich ausgetreten bin. „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“, sagte schon Antoine de Saint Exupéry im Buch „Der kleine Prinz“. Das Wesentliche der Auferstehung Christi ist unsichtbar. Daher ist es auch so schwer zu glauben. Wenn nicht Gott selbst dir hilft, diese Auferstehung anzuerkennen und zu glauben, dann ist es wohl hoffnungslos. Es ist unmöglich zu glauben.

Wer nie Gott erlebt hat und nie übernatürliche Begegnungen hatte, für den wird es sehr schwierig, wenn nicht unmöglich an so etwas zu glauben. Gott begegnet uns. Und nein, nicht nur, wenn du persönlich direkt danach fragst. ER beschließt einfach einem Menschen zu begegnen.

Ich las mal eine Geschichte eines Mannes, der überzeugter Atheist war. Er war in Paris oder in der Nähe davon. Jedenfalls hatte er einen Termin. Er war zu früh dran. Und er stand neben einer Kirche, um auf ein Taxi zu warten. Doch es verzögerte sich. Er musste noch eine Weile auf das Taxi warten. Er kann nicht mehr sagen warum, oder ob ihn etwas gerufen hatte. Jedenfalls dachte er sich:“Wenn ich schon mal da bin und Kirchen ein Kulturgut sind, dann will ich doch mal sehen, ob in dieser Kirche große Künstler am Werk gewesen sind.“ Gedacht, getan. Was in der Kirche passierte, daran konnte er sich nicht wirklich erinnern. Er begegnete IHM. Er weiß nicht mehr wie, oder was genau geschah, aber er wusste genau, dass er Gott selbst begegnete. Er selbst sagt dann:“In dieses Gotteshaus ging ich als überzeugter Atheist, heraus kam ich aber als glaubender Christ!“

Wer kann Gott erklären? Wer kann IHN, den Erhabenen verstehen? Niemand! DAS ist die einzige Wahrheit, die ich unterschreiben kann. Wie ER mit dir oder mir umgeht, DAS ist und bleibt ein Geheimnis. Und DAS betrifft alle. Jeden von uns. Du bist ein Geheimnis und ich auch.

Egal, was in dieser Welt geschieht, ER hat alles in der Hand. Auch wenn noch so viele Menschen glauben, dass ER gar nicht existiert. ER hat alles in der Hand. Bin ich froh über diese Wahrheit. Nicht mein Chef, nicht meine Kollegen, nicht meine Familie oder sonst wer kann über mich sein oder ihr Urteil fällen (obwohl es viele dauernd versuchen!), nein – nur einer kann das: Christus allein ist Richter über mein Leben. Und er ist der mitfühlendste und liebevollste Richter, den du dir nur vorstellen kannst.

Ich lebe. Ich atme. Ich bin. Gott stellt sich in der Bibel als der „Ich bin“ vor. Das bezeugt wieder, dass ER mich als sein Ebenbild/Gleichnis – oder Ähnlichkeit erschaffen hat. Immer mehr komme ich zur Überzeugung, dass DAS allein genügt – zu sein. Und du wirst geliebt, ob du das weißt oder nicht, ob du das willst oder nicht. DU wirst geliebt. Bedinungslos. Wie schräg ist das denn?

Ich erkenne oft selbst, dass ich große Urteile im Herzen habe: gegen die Politiker, gegen die Reichen und Schönen dieser Welt, gegen die Bischöfe in Österreich usw. usf. Sie beeinflussen meine Entscheidungen. Aber ich weiß auch, dass auch sie alle von diesem geheimnisvollen Gott über die Maßen geliebt werden.

So kann ich nur sagen genau das ist Auferstehung: wer diese Liebe wahrnehmen kann, ist auferstanden. Egal, welche Herkunft, welche Erziehung, welchen monetären Hintergrund oder wer auch immer, diese Wahrheit verstanden hat, ist auferstanden. Gleichzeitig wird ihn/sie diese Erkenntnis vollkommen verändern. Fundamental verändern. Es wird nichts mehr so sein, wie es vorher war.

Wenn du das trotz Kirche und Tradition nicht hast, dann bist du nicht auferstanden. Dann ist all dein Glaube nur Schein. Wenn dich dieser Glaube nicht im Grunde verändert, dann hast du nichts. Gar nichts. Dann ist es nur Schein, aber noch lange nicht Sein. Dann wird es Zeit aus tiefstem Herzen nach diesem Jesus zu rufen. Ruf IHN mit aller Kraft, dann kann er dir begegnen. Und du wirst aufblühen. Für immer!

In diesem Auferstehungsglauben wünsch ich euch allen von Herzen, dass ihr die kommende Zeit genießen könnt. Egal, was die Nachrichten an düsteren Prognosen liefern. Egal, wie eure Situation aussehen mag. Es gibt da jemanden, der euch bedingungslos liebt. DAS gilt es zu feiern. Ich wünsche euch eine schöne Zeit des Frühlings, mit vielen tollen Begegnungen und Umarmungen eurer Lieben.

Rückblick 2019 und dann…

Ende des Jahres ist immer die Zeit der Rückblende, des Schauens und hin und wieder, des Erkennens. Besonders ist die Umstellung in das neue Umfeld in Südtirol. Nein, die Umstellung ist noch nicht vorbei. Das italienische Staatssystem und die Erkenntnis der anderen Arbeitsvoraussetzungen waren dieses Jahr maßgeblich für mich. Zum ersten Mal erlebte ich nicht nur das heimatliche Tirol im Süden, sondern auch Italien und das im Besonderen. Was es mit den Menschen macht, wie Südtiroler darauf reagieren, welche Strategien sie entwickelten und schließlich auch was es mit mir macht. All das war 2019! Und noch viel mehr.

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Erntedank

Der Sommer ist vorbei, die Ernte ist so gut wie eingebracht und das Wetter lädt uns ein, wieder einmal innezuhalten. Es ist aber auch die Zeit, in der wieder vermehrt die Ausrückungen der Schützen beginnen. Eines der ersten großen Ereignisse ist der Erntedank-Sonntag. Es ist Brauch, dass wir Gott „Danke“ sagen für die Früchte der Erde und für die schöne Sommerzeit. Die Zeit vergeht so schnell und ich bin schon wieder erstaunt, dass ich schon sooooo lange nichts mehr gebloggt habe. Aber ich halte es mehr mit der Qualität, statt der Quantität.

Welche Gedanken bei mir zu Erntedank zwangsläufig auftauchen, möchte ich euch gerne erzählen.

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Auf zum Schwur Tirolerland…

Wie doch die Zeit vergeht. Im Südtiroler Unterland ist der Sommer eingezogen und hat die letzten Wochen viel Hitze mitgebracht. Meine liebste Jahreszeit ist nun voll da und ich freue mich des Lebens hier. Wenn ich morgens meine Runde walke – ja, ich liebe das Nordic Walking – die vielen Blüten sehe, mitten durch die Weinberge gehe und die Dörfer im Etschtal von oben betrachten kann, dann jubiliert meine Seele. Wirklich toll. Man trifft dann auch nette Leute und es geht sich immer wieder ein „Ratscherl“ aus. Auch einige wichtige Termine für die Schützen fanden statt: Fronleichnam und Herz Jesu! Was es damit auf sich hat und welche Bedeutung diese Feste für uns Katholiken in Tirol haben, möchte ich euch gerne erzählen.

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Andreas Hofer – unser „Ander“ und die Schützen

Bei uns Schützen gibt es immer wieder Gedenkfeiern und damit „Ausflüge“ in die Geschichte. Eine ganz besondere Begebenheit ist jedes Jahr das Andreas Hofer Gedenken. Es findet in allen Landesteilen statt. Der 20. Februar ist der Todestag von Andreas Hofer. Er wurde in Mantua hingerichtet. Was hat das mit mir zu tun? Tja, viel denke ich. Nicht nur äußerlich – immerhin trage ich Tracht – sondern und vor allem auch innerlich.

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Luxusartikel Zeit

Schon so viel Zeit ist seit meinem letzten Beitrag vergangen! Zeit ist ein Thema, besonders am Ende eines Jahres. Zeit zu leben, was bedeutet das eigentlich? Wie nützen wir sie richtig? Schließlich gibt es jeden Tag nur einmal. Ich weiß, dass diese Zeit des Schreibens, die ich gerade mit euch in Gedanken verbringe, einzigartig ist. Diese Momente kommen nie wieder, sobald sie vorüber sind. Schon ein bisschen unheimlich, finde ich! Ich verbringe Zeit mit meinen Lieben, besonders in der Weihnachtszeit. Was ich dabei empfinde und erlebe, das möchte ich gerne mit euch teilen.

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