Respekt

Es gilt mein Respekt vor allem den Südtiroler Bauern, die sehr viel Arbeit, Schweiß und Mühe in ihre Produkte stecken. Das Wetter spielt natürlich immer eine große Rolle und obwohl Südtirol sicher klimatisch vorteilhaft ist, kann es trotzdem schnell gehen, wenn das Wetter seine Kapriolen spielt und zur „Unzeit“ Hagel schickt. Der Respekt gilt natürlich allen Bauern auf der Welt, aber hier in Südtirol sehe ich jeden Tag, wie wunderbar alles gepflegt wird. Respekt habe ich aber auch und vor allem vor den Männern der 60iger Jahre, die um diese Freiheit gekämpft haben. Sonst würde Südtirol wohl nicht mehr das uns bekannte Südtirol sein. Und die Bauern würden wohl kaum noch ein Wort Deutsch sprechen. Doch welches Selbstbild und Selbstverständnis muss man haben, um sich so für die Freiheit ins Zeug zu legen? Ich denke, dass es viel mit Selbstachtung zu tun hat. Selbstachtung? Mhm.. wo beginnt sie und wo hört sie auf? Darüber habe ich mir einige Gedanken gemacht.

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Angriff ohne Fläche

Ich dachte schon, dass ich auf meinen letzten Eintrag keine Reaktion erhalten würde, da das Thema ja schon breit und vielfältig medial aufbereitet wurde („Schneechaos“). Dann kam doch aus einer vollkommen überraschenden Ecke eine Reaktion! Ich muss gerade wieder laut lachen, wenn ich daran denke. Es war eine vernichtende Kritik! Ich sei vollkommen ahnungslos, was die Südtiroler Geschichte, Mentalität und politische Situation betrifft. Der dahinter stehende Wunsch war beinahe greifbar: es sollte mir richtig schlecht ergehen in Südtirol. Warum wünscht mir das jemand? „Oh mei, dr Neid isch a Hund!“, hat schon mein Vater gerne gesagt. Was macht das mit mir, wenn jemand so mit mir umgeht? Diese Gedanken dazu möchte ich gerne mit euch teilen.

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Schneechaos

Viele haben es erlebt, alle reden darüber, jeder sucht den oder die Schuldigen für das katastrophale Verkehrschaos am Wochenende in Südtirol. Da ich auch am Samstag heimfahren wollte, kam ich in den Genuß eines Staugefühls. Acht Kilometer in drei Stunden auf der Autobahn. Alles verstopft. Kein Weg führte hinauf. Schuldfragen wären zu klären, aber nicht von mir. Meine Erfahrung sagt mir schon, wo es Probleme gab. Wenn aber ein Landeshauptmann sagt, dass das sowieso immer wieder passieren wird, da die Brennerstrecke immer überlastet ist, dann hat man wohl aufgegeben, um nach Lösungen zu suchen. Was mir auffiel, das schreibe ich hier mal kurz zusammen:

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Von Lügen, Halbwahrheiten und anderen Verdrehungen

Du erfährst von mehreren Menschen aus deinem beruflichen Umfeld, dass jemand Lügen über dich verbreitet. Es sind heutzutage schon fast alltägliche Erfahrungen. Manchmal sind es richtig frei erfundene Lügengeschichten, oft aber auch Halbwahrheiten, die aber so gestaltet sind, dass sie dir schaden. Oft sind die Motive dafür unbekannt. Du weißt nicht, warum diese Person das tut. Dies geschieht im Kleinen, aber leider auch immer öfter im ganz großen Stil – nennt sich „Kampagnen“! Also die Verfolgung und Diffamierung von einzelnen Menschen oder ganzer Gruppen in medialem, also in einem sehr kostspieligen Rahmen. Was macht das mit uns? Wie können oder sollen wir uns verhalten? Ein Analyseversuch….

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Das Gewissen

Ge·wis·sen/Gewíssen/Substantiv, Neutrum [das]:=
ethisch begründetes Bewusstsein von Gut und Böse (deutsches Wörterbuch in google – Suche)

Im letzten Beitrag habe ich erwähnt, dass wir von einer Welle angstmachender Nachrichten oft direkt überrollt werden. Beispiele gibt es genügend. Bei einer Selbstbeobachtung habe ich wirklich wichtige Erkenntnisse für mich gewonnen. Diese möchte ich euch nicht vorenthalten:

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Die andere Seite

Meine Arbeit in der Ausstellung „BAS – Opfer für die Freiheit“ hier in Bozen gefällt mir sehr gut. Durch die Studienbibliothek, welche sich noch im Aufbau befindet, kann ich immer mehr über die Zeit der 60iger Jahre in Südtirol lernen. Was aber interessant ist, dass es richtige Gegner dieser Ausstellung gibt! Ja, und die rufen sogar an! Wie solche Telefonate aussehen, möchte ich euch heute erzählen:

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Muttersprache

Meine Muttersprache ist deutsch, wie sich vielleicht viele von euch schon gedacht haben. Ich liebe sie wirklich sehr. Ihre sprachlichen Möglichkeiten sind fantastisch und dies sage ich voller Überzeugung. Da ich des Englischen in Wort und Schrift mächtig bin und inzwischen auch Italienisch immer besser lerne (Niveau B1), wage ich zu behaupten, dass die deutsche Sprache eindeutig mehr Nuancen im Ausdruck möglich macht. Vielleicht glaube ich das, weil sie meine Muttersprache ist, also rein subjektiv? Ich bin aber nicht allein mit diesem Eindruck, denn schon J.R.R. Tolkien, der Autor von „Herr der Ringe“, „Der Hobbit“ und anderer Fantasy-Werke, sagte selbst einmal, dass er die deutschsprachigen Autoren beneide, da das Englische nicht diese vielschichtigen Ausdrucksmöglichkeiten habe wie das Deutsche.

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Gerade(her)aus

Ich war von den Reaktionen auf meinen letzten Beitrag überwältigt. Offenbar trifft die Feststellung, dass wir alle ganz schnell in einer Schublade landen können, über die wir nicht einmal im Entferntesten nachgedacht hatten, auf viele Menschen zu. Es scheint ein Stil der Zeit zu sein, dass man alles über einen Kamm schert, das Kind mit dem Bad ausschütten will, alles und jeden katalogisieren will – um es mal mit ein paar bildlich-schönen Redewendungen zu veranschaulichen – und wir so in allen denkbaren oder undenkbaren Schubladen landen. Warum ist das so? Gibt es dazu einen Hintergrund? Ich habe darüber sehr viel nachgedacht und viel gelesen. Die Schlussfolgerungen, die ich daraus ziehe sind folgende:

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Plötzlich rechts!?

Nun ist wieder ein wenig Zeit verstrichen und ich komme mehr und mehr hier in Südtirol an! Ich fange an, mich mehr zuhause zu fühlen. Aus dem Grund liest Frau ja auch Zeitung aus der Region, denn das Interesse am Umfeld steigt von Tag zu Tag. Vielfältig sind die Themen in der Presse und polemisiert wird – wie überall auf der Welt – gerne und viel. Schon in Nordtirol hat mich das in Schubladen gepresst zu werden genervt. Wie es mir hier damit geht und was ich erkennen muss, erzähle ich euch heute aus aktuellem Anlass!

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