Ein neuer Weg

Wir sind nun über sechs Wochen im Lockdown in Südtirol. Um die Zeit so gesund und produktiv zu verbringen, habe ich inzwischen eine Tischdecke gestickt, neue Rezepte probiert, viel geputzt und auch einiges an Körpertraining gemacht. Inzwischen gibt es auch einen Corona-Infizierten in meiner Verwandtschaft und meine Schwester – sie ist Krankenschwester – wird gerade getestet, da sie verdächtige Symptome aufweist. Wir sollten keine Angst haben, aber ich hoffe, dass meine Schwester negativ sein wird. Hier ist auch Gottvertrauen angesagt. Trotz aller Risiken, ist diese lange Zeit des Lockdowns wirklich problematisch. Nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Sicherheit der Demokratie, dem Frieden in den vier Wänden zuhause und auch für die psychische Gesundheit von vielen, vielen Menschen.

Wie kann man die Risiken der Ansteckung mit dem Virus gegen die anderen Risiken abwägen? Ehrlich, ich weiß es nicht mehr. Im Moment habe ich Bedenken, dass wir auf eine äußerst sensible Situation zugehen. Eine Situation, die eine große Chance, aber auch eine noch viel größere Krise als jetzt sein kann. Ich bin üblicherweise eine ausgeprägte Optimistin, eine Haltung, die mir schon oft auch Kritik einbrachte. So etwas wie, dass ich naiv sei, unkritisch und kindisch…. Tja, ich bin lieber Optimistin als Pessimistin, denn ich lebe damit weit gesünder und besser als die Pessimisten. Ich erwarte mir lieber nur das Beste, als das Schlechteste. In der jetzigen Situation bin ich aber nicht mehr so optimistisch als üblich. Es häufen sich Nachrichten, die mich mehr als bedenklich stimmen:

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Erntedank

Der Sommer ist vorbei, die Ernte ist so gut wie eingebracht und das Wetter lädt uns ein, wieder einmal innezuhalten. Es ist aber auch die Zeit, in der wieder vermehrt die Ausrückungen der Schützen beginnen. Eines der ersten großen Ereignisse ist der Erntedank-Sonntag. Es ist Brauch, dass wir Gott „Danke“ sagen für die Früchte der Erde und für die schöne Sommerzeit. Die Zeit vergeht so schnell und ich bin schon wieder erstaunt, dass ich schon sooooo lange nichts mehr gebloggt habe. Aber ich halte es mehr mit der Qualität, statt der Quantität.

Welche Gedanken bei mir zu Erntedank zwangsläufig auftauchen, möchte ich euch gerne erzählen.

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Erntezeit

Leute, die Zeit fliegt nur so dahin. Ich weiß manchmal gar nicht, wieso sie so schnell vergeht!? Ich habe mir schon lange vorgenommen, wieder etwas zu schreiben und aus unerfindlichen Gründen, kam es dann doch wieder anders. Aber jetzt ist Erntezeit im Südtiroler Unterland und damit wird es wirklich Zeit wieder einen Beitrag zu veröffentlichen.

Ich sagte gerade heute zu meiner besseren Hälfte, dass wir hier wahrlich im Schlaraffenland wohnen. Die Umgebung ist immer schön, und das Klima und die fleißigen Hände bringen so wunderbare Früchte hervor. Es ist wirklich ein Wunder für mich jedes Jahr. Viele köstliche Apfelsorten, Weinsorten und so viele Obst- und Gemüsesorten, die man sich kaum vorstellen kann – all das wächst hier. Im Frühjahr bekamen wir ein Kürbispflänzchen geschenkt. Warum das etwas Besonderes ist, das möchte ich euch heute erzählen.

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Besuch

Diese Woche bekam ich lieben Besuch aus Deutschland: Annette hatte zufällig meinen Blog entdeckt und wollte mich treffen, da sie sich interessierte, nach Südtirol zu ziehen – eines Tages vielleicht.

Als ich mir so Gedanken machte, was ich Annette noch mitteilen könnte über das Leben hier, wurde mir bewusst, dass ich ja nie über die Wohnsituation in Südtirol nachdenken musste, da ich das Glück habe, bei meinem Schatz wohnen zu können.

Also in der Vorbereitung zu ihrem Besuch versuchte ich mich schlau zu machen, was aber leichter gesagt, als getan ist. Das einzige, das ich wirklich so auf die Schnelle herausfinden konnte, war nur, was man eh schon weiß: im Einzugsgebiet zu den Städten – Bozen, Brixen, Meran…. – sind die Wohnungen eher teuer. In manchen Tälern ist es da schon billiger. Aber da muss sich wohl jeder selbst intensiv damit auseinandersetzen, um ein klareres Bild zu bekommen.

Die Haderburg in Salurn war mein Ziel: es ist immer ein Erlebnis dort oben zu sein. Der Aufstieg ist nicht ganz so anstrengend und man wird mit einem herrlichen Ausblick auf das Unterland belohnt.

Blick nach Norden

Die Burg selbst hat eine Burgschenke und dort ist wirklich gut sein.

Burgschenke von oben
Annette und ich

Wir trafen uns am Parkplatz der Haderburg und waren uns sofort sympathisch. Wir machten gemeinsam den kurzen Aufstieg und anschließend aßen wir in der Burgschenke zu Mittag. Hier noch ein paar Eindrücke von der Burg:

Es war wirklich aufregend für mich, da Annette die erste Person ist, die ich über meinen Blog kennen gelernt habe. Wir verstanden uns so gut, dass wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit und genießt den Sommer!