Corona und Folgen

Es geht uns gut. Nein, wir sind noch alle gesund. Hier in Südtirol. In Italien. Ich weiß, dass es schockierend ist, wenn über 900 Menschen an einem Tag gestorben sind. Aber es geht uns gut. Ich habe hier alles, was ich brauche und liebe. Schön, nun stellt so Mancher fest, es ist nicht selbstverständlich, dass wir am Leben sind. Ich wusste das schon lange. Es kann so schnell gehen, dass jemand geht. Offenbar ist es manchen Menschen plötzlich in den Sinn gekommen, dass ich auch noch existiere. Seltsam. Da versuchte man über Jahre eine gewissen Verbindung zu behalten und stellt fest, dass das niemanden interessiert. Dann schließe ich ab. OK. Ich habe dann verstanden. Bin nicht der Mensch, der sich einem anderen aufdrängt. Du schaffst das nach einiger Zeit schon, dass ich verstehe, dass ich dir vollkommen am A… vorbei gehe. Also gecheckt. Es war für mich ok. Hatte vielleicht eine andere Vorstellung von Familie, wie andere Menschen, aber ich kann auch sehr viel akzeptieren.

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Von drauss vom Walde komm ich her….

es weihnachtet sehr….

Heute möchte ich euch etwas über mich persönlich erzählen, bzw. das was ich selbst bereits über mich herausgefunden habe.

Ich bin ein besonderer Mensch. Vor etwa tausend Jahren (haha.. Ironie: in meiner Jugend!) sagte mal jemand zu mir: „Du hast einen unglaublich edlen Gang! Du bist etwas ganz Besonderes!“ Ich lachte und erzählte einen Witz, den mal jemand über mich machte (heute würde man das wohl „Mobbing“ nennen) und diese Person sagte zu mir darauf: „Du bist so jung. Du siehst es nicht. Aber ich sehe das Besondere in dir. Glaub mir. Du BIST etwas Besonderes und du musst herausfinden, warum du hier auf Erden bist.“ DAS war echt beängstigend für mich. Wenn man bedenkt, dass ich nicht gerade die einfachste Familie hatte, in der ich auf diese Erde kam. Wenn man bedenkt, dass ich zu dieser Zeit im Gastgewerbe war. Wenn man bedenkt, dass mein Vater damals dagegen war, dass ich diese Lehre machen sollte und meine Mutter aber davon überzeugt war, dass es das Beste für mich ist, denn ich könnte mit diesem Beruf auf der ganzen Welt arbeiten. Ich könnte überall hingehen und arbeiten und überleben.

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Andreas Hofer – unser „Ander“ und die Schützen

Bei uns Schützen gibt es immer wieder Gedenkfeiern und damit „Ausflüge“ in die Geschichte. Eine ganz besondere Begebenheit ist jedes Jahr das Andreas Hofer Gedenken. Es findet in allen Landesteilen statt. Der 20. Februar ist der Todestag von Andreas Hofer. Er wurde in Mantua hingerichtet. Was hat das mit mir zu tun? Tja, viel denke ich. Nicht nur äußerlich – immerhin trage ich Tracht – sondern und vor allem auch innerlich.

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Die andere Seite

Meine Arbeit in der Ausstellung „BAS – Opfer für die Freiheit“ hier in Bozen gefällt mir sehr gut. Durch die Studienbibliothek, welche sich noch im Aufbau befindet, kann ich immer mehr über die Zeit der 60iger Jahre in Südtirol lernen. Was aber interessant ist, dass es richtige Gegner dieser Ausstellung gibt! Ja, und die rufen sogar an! Wie solche Telefonate aussehen, möchte ich euch heute erzählen:

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Muttersprache

Meine Muttersprache ist deutsch, wie sich vielleicht viele von euch schon gedacht haben. Ich liebe sie wirklich sehr. Ihre sprachlichen Möglichkeiten sind fantastisch und dies sage ich voller Überzeugung. Da ich des Englischen in Wort und Schrift mächtig bin und inzwischen auch Italienisch immer besser lerne (Niveau B1), wage ich zu behaupten, dass die deutsche Sprache eindeutig mehr Nuancen im Ausdruck möglich macht. Vielleicht glaube ich das, weil sie meine Muttersprache ist, also rein subjektiv? Ich bin aber nicht allein mit diesem Eindruck, denn schon J.R.R. Tolkien, der Autor von „Herr der Ringe“, „Der Hobbit“ und anderer Fantasy-Werke, sagte selbst einmal, dass er die deutschsprachigen Autoren beneide, da das Englische nicht diese vielschichtigen Ausdrucksmöglichkeiten habe wie das Deutsche.

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Gerade(her)aus

Ich war von den Reaktionen auf meinen letzten Beitrag überwältigt. Offenbar trifft die Feststellung, dass wir alle ganz schnell in einer Schublade landen können, über die wir nicht einmal im Entferntesten nachgedacht hatten, auf viele Menschen zu. Es scheint ein Stil der Zeit zu sein, dass man alles über einen Kamm schert, das Kind mit dem Bad ausschütten will, alles und jeden katalogisieren will – um es mal mit ein paar bildlich-schönen Redewendungen zu veranschaulichen – und wir so in allen denkbaren oder undenkbaren Schubladen landen. Warum ist das so? Gibt es dazu einen Hintergrund? Ich habe darüber sehr viel nachgedacht und viel gelesen. Die Schlussfolgerungen, die ich daraus ziehe sind folgende:

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