Das schönste Land auf Erden

Wie versprochen, gibt es wieder einige Bilder vom schönsten Land auf Erden. Und beim nächsten Eintrag werde ich euch meine innere Entwicklung wieder ein bisschen erzählen. Aber jetzt gibts mal nur ein paar tolle Bilder, die euch neidisch machen werden. Hihi… jedenfalls bin ich unglaublich glücklich hier zu leben.

Apfelblüte
Ein Hinterhof

Seht euch das an. Ist das nicht wunderschön? Die Liebe ist so eine Sache: ich liebe meinen Schatz, aber ich sagte mal zu ihm, dass ich mich in seine Heimat mindestens genauso stark verliebt hatte. Wenn ich in meiner früheren Heimat zu Besuch gewesen bin und alte Wunden berührt wurden und ich nach Hause gefahren bin, merkte ich sofort die heilsame Wirkung dieses Landes. Dieses Land liebe nicht nur ich, sondern das Land liebt auch mich.

Ich freue mich, dass ich das mit euch teilen kann. Und es wäre interessant für mich, ob jemand von euch so etwas auch kennengelernt hat.

Habt eine gute Zeit und ich freue mich, wenn ich von euch eine Rückmeldung bekomme.

Impressionen aus Südtirol

Ich habe mir in letzter Zeit mal einige Fotos angesehen, die entstanden sind, seit ich hier wohne. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, so sagt man. Also auf los gehts los. Lasst euch inspirieren von dieser Schönheit!

Ich bin begeistert, dass so viele Fotos die Schönheit von Südtirol, speziell des Unterlandes, widerspiegeln. Viel Spaß mit diesen Eindrücken und ich freue mich, wenn ihr mir eure Rückmeldungen dazu geben könnt.

Muss in Zukunft mehr Fotos einbauen, da es so schön ist bei uns.

Habt eine gute Zeit!

Rückblick 2019 und dann…

Ende des Jahres ist immer die Zeit der Rückblende, des Schauens und hin und wieder, des Erkennens. Besonders ist die Umstellung in das neue Umfeld in Südtirol. Nein, die Umstellung ist noch nicht vorbei. Das italienische Staatssystem und die Erkenntnis der anderen Arbeitsvoraussetzungen waren dieses Jahr maßgeblich für mich. Zum ersten Mal erlebte ich nicht nur das heimatliche Tirol im Süden, sondern auch Italien und das im Besonderen. Was es mit den Menschen macht, wie Südtiroler darauf reagieren, welche Strategien sie entwickelten und schließlich auch was es mit mir macht. All das war 2019! Und noch viel mehr.

Herz Jesu Feuer – besondere Aktion, um Österreich als Vaterland zu ehren.

Vor allem dachte ich schon daran, das bloggen zu lassen. Ich hatte einfach viel zu wenig Zeit, um mich darum zu kümmern. Heute habe ich mir aber gedacht, dass 2019 ein viel wichtigeres Jahr war, als 2018 – als ich hierher zog. Also werd ich doch weiterbloggen….

Blick von der Haderburg in Salurn. Lieber Besuch im Juli!

Ich erlebte innerhalb der ersten Hälfte des Jahres eine herbe Enttäuschung. Aufmerksame Leser haben das auch mitbekommen. Aber ich war so enttäuscht, dass ich es nicht in Worte fassen konnte. Gleichzeitig musste ich den Kopf über mich selbst schütteln, da ja auch hier in Südtirol nur Menschen leben. Keine Übermenschen, die zu 100% ehrbar sind. Daher ist es wohl einfach klar und vollkommen normal, dass es Menschen gibt, die ihre Überzeugung, die sie nach außen tragen, vom Geld abhängig gemacht haben. Also erste Erkenntnis: wirst du enttäuscht, dann wurdest du – Gott sei Dank – von einer Täuschung befreit. Nicht auf jeder Verpackung wo „Tiroler aus Überzeugung“ steht, ist selbiger auch drin. Wäre er woanders oder bekäme er woanders sein Geld her, dann würde die Verpackung wohl anders aussehen. Aber wie gesagt, es sind nur Menschen, die in einem schwierigen Umfeld ihr Leben meistern müssen.

Erntedank Oktober

Aber ich habe auch wirkliche, echte Tiroler kennenlernen dürfen. Echte, warmherzige und liebe Menschen, die sich nicht verbiegen lassen. So entstanden auch Freundschaften, die ich nicht missen möchte. Ein Freund ist da ganz besonders für mich geworden. Er hatte in jungen Jahren schon schlimme Bekanntschaft mit den Carabinieri gemacht, die ihn bis heute prägte. Ein Mensch, der nach wie vor sagt, was er denkt. Trotz oder vielleicht gerade weil er diese Erfahrung machen musste. Ich danke Gott von Herzen für dich!

Interessanterweise konnte ich auch von meinem früheren, schlimmen Arbeitsplatz eine wunderbare Freundschaft mit einer Französin mitnehmen. Wir haben immer Kontakt und sie sagt selbst, wenn sie eines Tages zurück nach Frankreich gehen wird, dann werden ihr von den ca. 60 Freunden wohl nur eine Handvoll davon bleiben. Und ich sei eine davon. Auch für dich danke ich Gott von Herzen.

Nachdem ich den Job aufgegeben hatte – was für mich die beste Entscheidung ever war! – wurde ich ins System „Arbeitslosigkeit“ aufgenommen. In Südtirol ist es echt komplizierter! Hab ich das schon mal erwähnt? „smile“. Hier muss man zuerst zum Patronat gehen und dort muss man eine Bestätigung der Bank bringen, damit man den Antrag stellen kann. Wohlgemerkt nicht der Antrag am Arbeitsamt, sondern den muss man im Patronat stellen. Da war schon mein erstes Problem: ich hatte noch kein italienisches Bankkonto. Dachte, dass das nicht nötig sein würde, schließlich können die Überweisungen EU-weit gemacht werden. Tja, also dann: nichts wie hin zur nächsten Bank und Konto eröffnen. Dann bekam ich die Bestätigung und konnte wieder zurück zum Patronat gehen. Dort musste ich noch eine Gebühr zahlen (!) für den Antrag. Danach durfte ich dann zum Arbeitsamt gehen und mich dort melden.

Die Menschen in diesen Ämtern sind recht nett und bemüht. Soviel kann ich sagen. Aber ich bin echt den ganzen Vormittag herumgelaufen. Dann muss man noch zur Krankenkasse gehen und mit der Vereinbarung vom Arbeitsamt die Arbeitslosigkeit melden. Nein, ich beschwere mich nicht, aber in Österreich gehe ich zum Arbeitsamt und alles andere geht vollautomatisch. Ist echt bequem, nicht wahr? Tja, Südtirol ist so wunderschön, da nimmt man dieses super-komplexe System gerne in Kauf. Außerdem hatte ich ja auch nichts zu tun, also kein Problem.

Nach drei Monaten fand ich eine neue Stelle. Diesmal war es eine Büroarbeit und ich saß einer Italienerin gegenüber. Eine sehr nette, junge Frau. Sie war des Deutschen auch mächtig, war aber italienische Muttersprachlerin. Es waren mehrere Italiener im Büro, davon sprachen nur zwei kein Deutsch. Die anderen konnten es verstehen, da sie in Südtirol aufgewachsen sind. Alle sehr nett und hilfsbereit. So konnte ich mein Italienisch sehr verbessern, wofür ich dankbar bin. Leider auch hier ein gravierendes Führungsproblem, wie ich schon so oft gesehen habe. Ein Problem, wenn das Personal als Ware gesehen wird. Aber davon habe ich euch schon in einem anderen Beitrag berichtet.

Beim Vorstellungsgespräch wurde mir noch gesagt:“Lange versuchten wir nur deutschsprachige Mitarbeiter einzustellen, aber das war leider nicht möglich.“ Später macht diese Person eine Bürobesprechung, wo genau eine Person nur Italienisch spricht und die Mehrheit deutsche Muttersprachler sind. Diese Besprechung fand nur in Italienisch statt. In der Südtiroler Autonomie für mich vollkommen unverständlich. Aber eine Tatsache. Man könnte sich doch die Zeit nehmen und es zweisprachig machen, oder?! Außer man hat endgültig vor dem „Siamo in Italia“ resigniert. Schade, dachte ich. Gut für mein Italienisch, schlecht für die Autonomie.

Schließlich war der Führung und mir selbst bald klar – aus verschiedensten Gründen, die ich hier nicht näher beschreiben will, dass diese Konstellation für die weitere Zukunft ungünstig ist. Daher wurde ich noch während der ellenlangen (über vier Monate!) Probezeit gekündigt. Ich war erleichtert. Ehrlich.

Also wieder auf zum Arbeitsamt. Diesmal ging es einfacher, da der Antrag des letzten Males noch gültig war.

Mein Schatz und seine Familie waren auf meiner Seite, da die Stories, die ich oft mitbrachte, sie wirklich erschreckten. Wer keiner echten Empathie für seine Mitmenschen (=Mitarbeitern) fähig ist, dem hilft auch kein noch so gutes Führungsseminar. Dies konnte ich auch feststellen. Wieder etwas gelernt durch Beobachtung. Als ich mit meiner französischen Freundin darüber sprach, stellten wir wieder einmal fest, dass der Arbeitsmarkt immer menschenfeindlicher wird. Aber wir sind doch starke Frauen und lassen uns davon nicht entmutigen. Wir haben außerordentliche Fähigkeiten und irgendwo finden wir schon noch den richtigen Arbeitgeber, der dies zu schätzen und zu fördern weiß. Fordern ist leicht, das Fördern ist die Kunst! (Aus einem Führungsseminar!)

In meinem Innersten kam die Entscheidungsphase erst so richtig nochmal hoch: ich stellte fest, dass ich zwar hergezogen war, aber mein Innerstes immer noch den Notfallplan im Koffer hatte. Ich kann ja immer wieder zurück nach Hause – nach Tirol gehen. Also kam nochmal so ein innerer Kampf auf, der sich doch ein wenig hingezogen hatte. Schließlich gab es familiäre Vorkommnisse, die es mir zumindest leichter gemacht hatten. Die Entscheidung ist nun gefallen, dass ich für den Rest meines Lebens in Südtirol bleiben werde. Wir wissen zwar nicht, was die Zukunft bringt, aber ich bin nun wirklich innerlich bereit, im Norden die Zelte (falls eines Tages nötig) endgültig abzubrechen.

Der Lech: Wildfluss in meiner alten Heimat Dezember

Insgesamt ein Jahr der Ereignisse, der Entscheidungen, des Neubeginns. Mir fällt es schon immer leichter neu anzufangen. Ist wohl auch so eine Übungssache. Je öfter, desto leichter wirds.

Insgesamt bin ich dankbar für all die Begegnungen, Freundschaften und Erkenntnisse. Schließlich lernt man nicht nur von den Anderen, sondern ich lerne immer mehr über mich selbst. Und ich werde immer besser darin, auf mein Innerstes zu hören. Und DAS ist wirklich lebenswichtig für mich.

2020 –

Bild von pixabay

So siehts im Moment noch aus, das neue Jahr. Leer. Es kommt und wartet darauf, dass es sich mit Neuem, Altem, Schönem, Frischem, Lebendigem usw. füllen kann. Ich werde auch dieses neue Jahr mit beiden Armen fest drücken und willkommen heißen. Ich freue mich darauf, dass ich wieder viel erleben werde: Gutes und weniger Gutes, aber jedesmal etwas zu entdecken und Neues zu lernen.

So wünsche ich euch allen ein wunderbares Jahr 2020 und einen fröhlichen Jahreswechsel!

Von drauss vom Walde komm ich her….

es weihnachtet sehr….

Heute möchte ich euch etwas über mich persönlich erzählen, bzw. das was ich selbst bereits über mich herausgefunden habe.

Ich bin ein besonderer Mensch. Vor etwa tausend Jahren (haha.. Ironie: in meiner Jugend!) sagte mal jemand zu mir: „Du hast einen unglaublich edlen Gang! Du bist etwas ganz Besonderes!“ Ich lachte und erzählte einen Witz, den mal jemand über mich machte (heute würde man das wohl „Mobbing“ nennen) und diese Person sagte zu mir darauf: „Du bist so jung. Du siehst es nicht. Aber ich sehe das Besondere in dir. Glaub mir. Du BIST etwas Besonderes und du musst herausfinden, warum du hier auf Erden bist.“ DAS war echt beängstigend für mich. Wenn man bedenkt, dass ich nicht gerade die einfachste Familie hatte, in der ich auf diese Erde kam. Wenn man bedenkt, dass ich zu dieser Zeit im Gastgewerbe war. Wenn man bedenkt, dass mein Vater damals dagegen war, dass ich diese Lehre machen sollte und meine Mutter aber davon überzeugt war, dass es das Beste für mich ist, denn ich könnte mit diesem Beruf auf der ganzen Welt arbeiten. Ich könnte überall hingehen und arbeiten und überleben.

Beide hatten Recht. Beide wollten das Beste für mich. Mein Vater hasste die Gastronomie, weil Menschen – im besonderen Mädchen – missbraucht und ausgenutzt wurden. Dies war jedenfalls der allgemeine Kenntnisstand damals. Meine Mutter wollte, dass ich alle erdenklichen Chancen im Leben haben könnte. Denn Gymnasium bis zur Matura war damals für ein Mädchen nicht drin. Mein Vater war dagegen. Meine Mutter war hilflos. Also war es nur möglich, eine Lehre zu organisieren. Ich wäre soooo gerne Schneiderin geworden wie meine Mutter, die ich unglaublich bewunderte. Aber leider gab es keine Lehrstellen dafür. Also gab es eine Lehre in der Gastronomie. Ich hasste es. Ich war unglaublich traurig und verzweifelt. Mein Leben im Hotel war nichts als Horror für mich. Heute weiß ich warum: es gab intelektuell nichts, was mich ansprach. Mein Geist lag brach. Ich schuftete wie ein Krieger im Krieg ohne Ehre.

An Silvester arbeitete ich beispielsweise 19 Stunden am Stück, um nach nur drei Stunden wieder zu arbeiten. Der Körper schmerzt und man glaubt die Füße verbrennen, aber du musst wieder aufstehen und wieder arbeiten und funktionieren. Dann war noch das Problem der Führung: es gab einen Chef, eine Chefin und einen Geschäftsführer. Der Chef war unantastbar, aber die Chefin und der Geschäftsführer buhlten ständig um den zweiten Führungsplatz und ich geriet mitten in die Fronten. Bis ich es nicht mehr ertrug. Wenn da nicht mein Vater gewesen wäre, der mich fertig machte, weil ich eine Pillenschachtel mit 16 in meinem Nachtkästchen hatte, die er entdeckte. Warum auch immer. Es war Zwischensaison im Herbst und vielleicht hatte ich sie auf dem Nachttisch liegen gelassen, oder ich hatte sie in die Küche mitgenommen, um Wasser zu holen und sie einzunehmen und ich hab sie dort vergessen. Ich konnte mich nicht erinnern. Denn als ich am Nachmittag heimkam von Freunden, knallte er sie mir vor die Nase und sagte nur ein Wort:“Hure“.

Das passierte in der Zwischensaison im Herbst, nachdem ich im August meine Lehre begann und zweimal versuchte die Lehre hinzuwerfen, was meine Mutter nicht erlauben wollte. Einmal versteckte ich mich daheim in meinem Zimmer, aber leider entdeckte mich meine Mutter und schickte mich wieder ins Hotel. Als Mädchen, schüchtern und ängstlich, war man ein geeignetes Opfer für alle möglichen demütigenden Handlungen von Mitarbeitern. Besonders Oberkellner und Köche waren daran beteiligt. Nicht vor Zeugen. Aber ich fühlte mich ausgeliefert. Also beschloss ich, dass ich mich schützen musste. Ich konnte sogar meine Mutter überzeugen. So bekam ich die Pille.

Darum war es schwer die Stelle aufzugeben und etwas Neues zu suchen. Mama und Papa hatten da einen kleine Machtkampf am Laufen und ich war die Prämie.

Ich liebe meine Eltern heute noch. Und es geht nicht darum, dass sie mir etwas Schlechtes wollten. Es war nur eine sehr ungute Zeit mit unguten Situationen und noch viel mehr anderem Schlechten. Und genau in dieser Zeit sagte man mir:“Du bist etwas Besonderes!“ Wie hätte ich das glauben können? Wie hätte ich auch nur einen Augenblick mit meinen 16 Jahren das in Erwägung ziehen können? Der Betrieb sah mich als Arbeitstier, das zu funktionieren hat (unabhängig vom ständigen Machtkampf der Chefin und des Geschäftsführers). Die älteren Männer sahen mich als Freiwild. Mein Vater meinte ich sei eine Hure…. usw. Jeder in meiner damaligen Situation sah in mir nur ein Objekt.

Dann war da ein Mensch, der mich kaum kannte. Diese tolle Frau sagte also: „Du hast einen unglaublich edlen Gang! Du bist etwas ganz Besonderes!“ „Du bist so jung. Du siehst es nicht. Aber ich sehe das Besondere in dir. Glaub mir. Du BIST etwas Besonderes und du musst herausfinden, warum du hier auf Erden bist.“

Diese Frau war für mich Weihnachten. Diese Frau sah in mir einen besonderen Menschen. Diese Frau sah mich als Mensch und nicht als Objekt.

Warum ich das erzähle. Es ist mir ein bisschen peinlich, aber ich sehe heute so viele Menschen, die nur als Objekt gesehen werden. Sie werden benutzt, missbraucht und dann weggeworfen. Es ist so schlimm geworden, dass viele anfangen, sich an das zu gewöhnen und diese jungen Leute glauben daran, dass sie nur Objekte sind und nichts wert, nichts Besonderes. Damit beginnt der Kreislauf der Selbstmissachtung und des negativen Teufelskreises der Ablehnung und des Versuchs sich selbst zu beruhigen – oft mit Alkohol oder Drogen….

Mir erschien damals ein menschlicher Engel, der mir diese Worte sagte. Ich habe sie nie vergessen – nicht nur das: ich hielt mich wie eine Ertrinkende an einem Strohhalm fest. Und das hat mich gerettet. Diese Worte haben mir geholfen. Sie trugen mich über so viel Schmach und Demütigung! Leider weiß ich nicht wo diese Frau heute ist und ob sie überhaupt noch lebt. Ich würde ihr gerne danken.

Also ich möchte euch nur sagen: Worte sind manchmal leer. Manchmal schwer. Manchmal verstörend. Manchmal mörderisch. Aber ab und zu sind sie Lebensretter. Eure und meine Worte haben Gewicht. Wir können uns entscheiden, wie wir sie verwenden. Wollen wir verstören? Oder leere Sachen von uns geben? Wollen wir nicht viel mehr Leben retten?

DAS ist das weihnachtliche Gefühl, als ich in meiner alten Heimat im Winterwonderland spazieren ging. Diese lebensrettenden Worte in meiner Erinnerung waren für mich Weihnachten. Der Retter wird geboren. In einem Stall. Unscheinbar. Ungewünscht. Fast vergessen. Er wird geboren und wird ALLES ändern. Er hat uns nicht vergessen. Er wurde selbst genug gedemütigt. Er wurde gehasst und verfolgt. Er ist einzigartig. Niemand ist wie er. Und manchmal verwendet er unseren Mund, um ein Leben zu retten. Heute weiß ich sicher: aus dieser tollen Frau sprach Christus selbst zu mir.

Heute weiß ich es genau: ich bin etwas Besonderes. Einzigartig. So wie du auch. Es gibt mich und dich nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Deine und meine Füsse wandern nur einmal über den Erdengrund. Wir sind einzigartig. Wertvoll. Besonders. Wir sind gewollt und geliebt. Selbst wenn niemand dich liebt, es gibt da jemanden, der es tut. Er kam in einem Stall zur Welt. Er wandelte nur ein einziges Mal auf Erden. Er wurde gehasst und abgelehnt. Aber er liebt dich und mich. Heute und für immer.

Genießt noch die Zeit bis zum Weihnachtsfest und bitte, sagt einander tolle, schöne und wunderbar aufbauende Worte. Hass und Bösartigkeit gibt es schon genug auf der Welt.

Ich versuche mich bald wieder zu melden. Passt auf euch auf und genießt jeden Moment mit euren Lieben.

Erntedank

Der Sommer ist vorbei, die Ernte ist so gut wie eingebracht und das Wetter lädt uns ein, wieder einmal innezuhalten. Es ist aber auch die Zeit, in der wieder vermehrt die Ausrückungen der Schützen beginnen. Eines der ersten großen Ereignisse ist der Erntedank-Sonntag. Es ist Brauch, dass wir Gott „Danke“ sagen für die Früchte der Erde und für die schöne Sommerzeit. Die Zeit vergeht so schnell und ich bin schon wieder erstaunt, dass ich schon sooooo lange nichts mehr gebloggt habe. Aber ich halte es mehr mit der Qualität, statt der Quantität.

Welche Gedanken bei mir zu Erntedank zwangsläufig auftauchen, möchte ich euch gerne erzählen.

Zuerst das Schöne und Helle:

die Tracht nach einiger Zeit wieder anzuziehen ist immer wieder ein Erlebnis. Irgendwie habe ich dann immer das Gefühl, dass ich sie vermisst habe. Allerdings immer erst im Moment, an dem ich sie mir anziehe. Es ist eine spezielle Beziehung, die ich zu meiner Tracht aufgebaut habe. Sie ist einfach wunderschön. Auch wenn wir Frauen oft mit unserer Figur hadern (welche tut das nicht!?), habe ich mit der Tracht ein anderes Selbstvertrauen, da sie wirklich ein toller Schmuck ist und die Aufmerksamkeit auf ihr liegt und nicht so sehr auf meiner Figur. Zumindest sehe ich mich anders. Sie macht mich einfach irgendwie schöner! Kann natürlich am veränderten Selbstbewusstsein liegen.

Wir trafen uns mit unserer Partnerkompanie aus Innsbruck hier im Süden am Samstag, um miteinander zu törggelen. Wir veranstalten dann ein Freundschaftsschießen und am Abend essen wir gemeinsam. Natürlich dürfen da die gebratenen Kastanien nie fehlen. Ein Kamerad von uns ist da der Spezialist, der immer sehr gute „Keschtn“ besorgt und sie für uns brät.

Vor allem geht es aber um das gemütliche Beisammensein und den Austausch untereinander. Für mich ist dies auch immer ein schöner Einstieg in das „Schützenjahr“ – so habe ich es für mich genannt. Natürlich sind die Schützen das ganze Jahr über aktiv. Aber bei uns wird auch immer die Urlaubs- und Erntezeit berücksichtigt und wir sind nicht so oft unterwegs. Ab Erntedank geht es dann wieder los.

Erntedankprozession: unser Kamerad geht mit dem Kreuz voraus

Nach dem Törggelen ist am Sonntag dann Erntedank:

Nach der heiligen Messe in der Kirche gehen wir der Prozession voraus und wir sind da immer ganz stolz, dass das Kreuz einer unserer Kameraden trägt. Dieses Jahr war ein besonderes Jahr, weil unser Jungschütze nun im wahrsten Sinne des Wortes herausgewachsen ist und als vollwertiger Schütze angelobt wurde. Die Angelobung ist etwas Feierliches. Kurz, aber intensiv. Wir legen unsere Hand auf unsere Schützenfahne und sprechen den Eid nach, den uns der Hauptmann vorspricht. Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Angelobung! Damit ihr euch etwas darunter vorstellen könnt, hier die Worte des Eides:

„Ich gelobe, die Grundsätze und Ideale des Tiroler Schützenwesens, Treue zum Väterglauben, Treue zu Volk und Heimat, Treue zum Tiroler Schützenbrauch, Ehrfurcht vor unseren ruhmreichen Vorfahren, jederzeit hochzuhalten und allezeit zu bewahren, sowie meine Pflichten in der Kompanie und im Südtiroler Schützenbund gewissenhaft zu erfüllen und jedem Kameraden brüderlich zu begegnen, so wahr mir Gott helfe.“

Angelobung unseres Neumitlgieds Lukas.

Ich erinnere mich noch, dass das Wort „brüderlich“ mir nicht so leicht über die Lippen kam, da ich ja kein Bruder bin und deshalb ja nicht weiß, wie man „brüderlich“ begegnet… Aber ich bin Mitlgied eines Traditionsvereins und diese Struktur ist natürlich noch patriarchaisch. Wer dies aber als „rechts“, mit der sehr negativen Konnotation vom Nationalsozialismus, bezeichnet, hat leider nichts von unseren Traditionen verstanden. Wohl auch nicht viel von unserem katholischen Glauben.

Hier könnte ich wieder einmal auf das ewigmühselignervigerechtslinks Verständnis, sprich schwarz-weiß Denken einiger eingehen. Aber das werde ich hier nicht machen, da es mir sowieso sinnlos erscheint. Wer die Schützen hier kennt, weiß wovon ich spreche. Wir sind einfach Menschen, die gerne an unsere Vorfahren denken, die ihre Arbeit unter schwersten Bedingungen verrichteten und ihre Hingabe an Gott bezeugten, durch regelmäßigen Gottesdienstbesuch und für die das Gebet im Alltag normal und selbstverständlich war.

So hat also unser inzwischen Großer den Eid abgelegt und wurde von uns mit einem dreifachen „Schützen Heil“ willkommen geheißen. Natürlich ist er schon lange dabei, aber eben als Jungschütze. Ich fand seine Entschlossenheit und Treue wirklich toll, da er ganz allein als Bub zu uns kam. In anderen Kompanien gibt es noch andere Jungschützen oder Jungmarketenderinnen. Bei uns leider nicht. Umso höher ist es zu schätzen, dass er durchgehalten hat bis zu diesem Tag.

Ein besonderer Gast war diesmal auch unser „Mini-Nachwuchs-Schütze“:

Der kleine Josef mit seinem stolzen Papa Andreas. Unsere Zukunft! Bild: Manuela Leitner

Erntedank also nicht nur wegen der Frucht der Erde, sondern auch für das Durchhaltevermögen, die Standfestigkeit und die Hingabe an eine Tradition, die in dieser Zeit wohl immer wichtiger wird. Dank auch von mir, dass ich hier in diesem wundervollen Land leben und arbeiten darf. Dass ich hier geliebt und geschätzt werde. Ein neues Leben im Südtiroler Unterland bekommen habe.

Josef und ich bei der Aufstellung. Ein schöner Augenblick! Bild: Manuela Leitner

So wünsche ich euch allen von Herzen einen schönen Herbst mit allem, was dazu gehört. Wie immer freue ich mich über eure Rückmeldungen, Hinweise und konstruktive Kritik.

Erntezeit

Leute, die Zeit fliegt nur so dahin. Ich weiß manchmal gar nicht, wieso sie so schnell vergeht!? Ich habe mir schon lange vorgenommen, wieder etwas zu schreiben und aus unerfindlichen Gründen, kam es dann doch wieder anders. Aber jetzt ist Erntezeit im Südtiroler Unterland und damit wird es wirklich Zeit wieder einen Beitrag zu veröffentlichen.

Ich sagte gerade heute zu meiner besseren Hälfte, dass wir hier wahrlich im Schlaraffenland wohnen. Die Umgebung ist immer schön, und das Klima und die fleißigen Hände bringen so wunderbare Früchte hervor. Es ist wirklich ein Wunder für mich jedes Jahr. Viele köstliche Apfelsorten, Weinsorten und so viele Obst- und Gemüsesorten, die man sich kaum vorstellen kann – all das wächst hier. Im Frühjahr bekamen wir ein Kürbispflänzchen geschenkt. Warum das etwas Besonderes ist, das möchte ich euch heute erzählen.

Ich mochte keine Kürbisse essen! Lange Jahre habe ich alle möglichen und unmöglichen Rezepte versucht, aber ich konnte das Ergebnis nie essen. Oder nur mühsam. Also habe ich gedacht, dass ich einfach keine Kürbisspeise mag. Punkt. So bin ich eben. Lange, mühevolle Versuche und das Ergebnis passt nicht, dann war’s das für mich. Vergeudung von Energie und kostbaren Rohstoffen für den Biomüll, das geht gar nicht.

Und dann bringt mein Schatz eine Kürbispflanze heim. Tja…ok. Soll sie halt mal wachsen. Wir werden schon jemanden finden, der Kürbis mag.

Und im Laufe des Sommers, da wuchs das Pflänzchen zuerst zu einer stattlichen Pflanze heran. Dann wuchs sie weiter und wuchs, und wuchs und wuchs. Sie fing an zu wuchern. Sie nahm nicht nur ihren vorgesehenen Platz ein, sondern sie eroberte des Nachbarn Terrasse ebenso, wie unseren Holzschupfen. Mit ihren Ranken suchte sie sich auch den Weg auf den Rasen, was ich regelmäßig bekämpfen musste, sonst wäre unser Rasen auch dahin. Insgesamt haben wir direkt ein „Kürbisfeld“! Nun haben wir schon einige große Kürbisse geerntet und ich weiß inzwischen, dass es der begehrte „Butternut“ ist.

Und ich habs wieder versucht! Ich muss sagen, dass ich total überrascht war! Dieser Kürbis hat fast keinen Eigengeschmack und ist fantastisch zu verarbeiten. Ich habe sogar schon viele Rezepte probiert und bin wirklich begeistert! Wer hätte das gedacht, dass dieses kleine Pflänzchen nicht nur unseren Garten erobert, sondern auch meinen Gaumen und mein Herz! So kommt es oft anders, als man denkt.

Ehrlich Leute, das kann mir nur hier passieren. Ich weiß auch nicht warum das so ist, aber ich bin so verliebt in dieses Landl, dass ich alles probieren muss, was es mir schenkt. Ich spüre, dass auch ich offener und experimentierfreudiger werde. Ich bin gelassener und ruhiger, wenn ich hier bin. Als würde der liebe Gott ein besonderes Auge auf dieses Land haben. Dieses herrliche Klima und die wunderbaren Menschen hier, haben großen Einfluss auf mein persönliches Befinden. Hier habe ich zum ersten Mal einen Gipfel erklommen, wenn auch nur durch die einfache Tour, die mein Schatz aussuchte. Hier habe ich zum ersten Mal frische Feigen gegessen. Zum ersten Mal wurde ich so aufgenommen, als hätte man mich schon lange erwartet. Ich fühlte mich vom ersten Tag an hier im Südtiroler Unterland geliebt, geborgen und ja, daheim. Ein Zuhause, wie ich es noch nie hatte (bis auf die Bürokratie des Staates, echt – darauf könnte ich leicht verzichten!). Auch wenn ich damit vielleicht meine eigene Familie ein wenig verletzen könnte, kann ich nur das sagen, was ich erlebe, erfahre und fühle seit ich hier bin.

Ich beginne zu verstehen, warum dieser Teil der Erde so begehrt war in der Geschichte.

Die Geschichte natürlich ist ein Teil, der mir außerordentlich weh tut. Gerade zur Zeit gibt es viel Erinnerung hier. An die Abtrennung von Österreich nach dem 1. Weltkrieg, dann auch an die Option im 2. Weltkrieg und die unglaubliche Unterdrückung der österreichischen Minderheit wird erinnert. Es tut mir innerlich so weh, dass ich manchmal die Dokumentation im Fernsehen nicht mehr ansehen kann. Welches Leid hier noch immer im Unterbewusstsein und auch im Bewusstsein der Bevölkerung ist, das kann wohl kaum jemand von außen beurteilen. Aber ich fühle dies sehr oft und ich fühle mich selbst betroffen, obwohl ich natürlich nie direkt betroffen war. So wie Tirol zerbrochen wurde in vier Teile, so bricht mir jedesmal das Herz, wenn ich diese Geschichte höre, sehe oder sonst wahrnehme.

Ich erinnere mich noch gut an die Volksschule, als wir von den Katakombenschulen in Südtirol hörten. Da lernten wir zum ersten Mal, wie furchtbar es für die Kinder in Südtirol gewesen sein muss. Und wir hörten von der großen Liebe zur eigenen deutschen Muttersprache, dass Lehrpersonen sogar Leib und Leben riskierten, um sie den Kindern zu vermitteln. Wir lernten von einer unglaublichen Tapferkeit und großem Kampfgeist, um die eigene Sprache und Kultur nicht zu verlieren.

All das prägte dieses Land und vor allem die Menschen sehr. Darum kann ich heute sehr dankbar sein, dass ich in einer bestimmten kulturellen Unbekümmertheit aufwachsen durfte. Und zugleich sehr mitfühlend mit allen sein, denen das nicht vergönnt war. Im Herzen umarme ich die Menschen hier, sooft ich daran denke. Ich möchte sie halten und wiegen und ihnen sagen: „Danke, dass es dich gibt!“

Vielleicht ist dieser Blick auch notwendig für mich, um hier so glücklich zu sein. „Denn man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ So lehrt uns der berühmte französische Autor Antoine de Saint-Exupéry in der wunderschönen Geschichte „Der kleine Prinz“.

Insofern kann ich die vielen Neider – die es leider auch in Nord- und Osttirol gibt – nie verstehen. Denn sie haben alle keine Ahnung, was die Südtiroler opfern mussten, um dahin zu kommen, wo sie heute sind. Wie viel Anstrengung und Verbiegungen tagtäglich nötig waren und auch so viele Kämpfe, mit Opfern bis hin zum Leben waren unabdingbar, um diese Freiheit zu erringen. Eine Autonomie, die immer gefährdet wird und bis heute verteidigt werden muss. Wie man da noch neidisch sein kann, das bleibt mir einfach nur ein Rätsel. Oder ist es einfach nur Dummheit oder Unwissenheit?

Als einmal eine Landsmännin zu mir sagte, dass sie nicht will, dass die Auslandsösterreicher nicht mehr wählen dürfen, da war ich sprachlos. Schließlich bin ich auch eine! Es ging zuerst um die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler und schließlich landeten wir bei allen Österreichern, die länger als fünf Jahre im Ausland leben. Also wer so denkt, hat wohl Grundlegendes zur Staatsbürgerschaft nicht begriffen und ich musste dabei auch lernen, dass mit Menschen, die nicht dazu lernen wollen, sondern an ihrem Halb- oder Nichtwissen festhalten, kein Dialog im positiven Sinn möglich ist. Aber ich fing an mich fremdzuschämen für meine Mitbürger, die so denken. Aber das ist eine gaaaanz andere Geschichte und vielleicht erzähl ich euch diese ein ander Mal.

So bleibt mir heute nur noch euch eine herrliche Herbst-, Genießer-, Ernte- und Wohlfühlzeit zu wünschen. Im Herbst ist das Schöne immer und überall, ja sogar im Regen gibt es Schönes zu finden….

Wie immer freue ich mich auf eure Rückmeldungen, Anregungen und was euch sonst noch dazu einfällt!

Was ist Glaube?

Nur mit dieser Überschrift allein, wären jetzt – sagen wir mal ca. 90% sicher schon überzeugt, wovon dieser Beitrag handelt. Setze ich ein Bild als Titelbild ein, das auf eine Religion hinweist, dann wären dies mehr als 90%! Ok. Das ist einfach mal von mir so geschätzt. Ich dachte also darüber nach, welches Bild ich denn nehmen könnte, was der Überzeugung von ca. 90% widerspricht. Es ist nicht einfach ein relativ neutrales Bild zu finden, denn bei Landschaften, Natur oder süße Tiere ist die Religion wieder drin. Zerstörung kann ich nicht verwenden, da es ja wirklich nichts mit dem Beitrag zu tun hätte. Also welches Bild sollte ich mir dafür aussuchen? Also ein Südtirol Bild wird es wieder werden. Denn Südtirol verbindet für mich beides: Glaube und Intelligenz. Glaube widerspricht der Intelligenz normalerweise nicht. Was ich mir dazu überlegt habe, das möchte ich gerne mit euch teilen.

Weiterlesen „Was ist Glaube?“

Abschiede

Dauernd müssen wir Abschied nehmen, ob wir wollen oder nicht. Äussere Abschiede – also Tode -sind offensichtlich endgültig und unausweichlich! Aber kaum jemand bemerkt die inneren Abschiede! Genauso endgültig, aber sie wären nicht unbedingt notwendig! Aber so gehts im Leben: wir sollten lernen abschiedlich zu leben!

Jetzt gehts ans Eingemachte: könnt ihr jemanden seeehr Nahestehenden aus dem Leben kicken? Lest dazu, was mich gerade bewegt!

Weiterlesen „Abschiede“

Besuch

Diese Woche bekam ich lieben Besuch aus Deutschland: Annette hatte zufällig meinen Blog entdeckt und wollte mich treffen, da sie sich interessierte, nach Südtirol zu ziehen – eines Tages vielleicht.

Als ich mir so Gedanken machte, was ich Annette noch mitteilen könnte über das Leben hier, wurde mir bewusst, dass ich ja nie über die Wohnsituation in Südtirol nachdenken musste, da ich das Glück habe, bei meinem Schatz wohnen zu können.

Also in der Vorbereitung zu ihrem Besuch versuchte ich mich schlau zu machen, was aber leichter gesagt, als getan ist. Das einzige, das ich wirklich so auf die Schnelle herausfinden konnte, war nur, was man eh schon weiß: im Einzugsgebiet zu den Städten – Bozen, Brixen, Meran…. – sind die Wohnungen eher teuer. In manchen Tälern ist es da schon billiger. Aber da muss sich wohl jeder selbst intensiv damit auseinandersetzen, um ein klareres Bild zu bekommen.

Die Haderburg in Salurn war mein Ziel: es ist immer ein Erlebnis dort oben zu sein. Der Aufstieg ist nicht ganz so anstrengend und man wird mit einem herrlichen Ausblick auf das Unterland belohnt.

Blick nach Norden

Die Burg selbst hat eine Burgschenke und dort ist wirklich gut sein.

Burgschenke von oben
Annette und ich

Wir trafen uns am Parkplatz der Haderburg und waren uns sofort sympathisch. Wir machten gemeinsam den kurzen Aufstieg und anschließend aßen wir in der Burgschenke zu Mittag. Hier noch ein paar Eindrücke von der Burg:

Es war wirklich aufregend für mich, da Annette die erste Person ist, die ich über meinen Blog kennen gelernt habe. Wir verstanden uns so gut, dass wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit und genießt den Sommer!

Sprach(los)begabt

Da ich derzeit keinen Sprachkurs mache, weil ich mir das vorgenommen hatte, kann ich aber dennoch auf ein kleines bisschen Unterricht doch nicht verzichten. Italienisch hat für mich – und vielleicht auch für andere Deutschsprachige – seine Tücken. Ich erinnere mich, als ich mal zu meinem Schatz in Italienisch sagte, dass ich die „lampioni“ gerne esse, wie er heftig zu lachen anfing! Er wusste natürlich, was ich sagen wollte, aber in Wirklichkeit sagte ich tatsächlich, dass ich Lampen gerne esse! Gemeint waren aber die „lamponi“ – die Himbeeren. So kommt es oft, dass ich Vokabeln entweder verwechsle oder gleich eine neue Wortschöpfung kreirte, die es bis dato im Italienischen noch gar nicht gab. Oft ist mein Schatz aber nicht wirklich hilfreich, weil er mir Worte sagt, die entweder aus dem trentinischen Dialekt stammen, oder gar nicht wirklich „stubenrein“ sind. Also beides eher weniger geeignet für mich im italienischen Sprachgebrauch. Glücklicherweise nahm ich 2014 an einem tollen Projekt in Bozen teil, das mir bis heute zwei Freundinnen bescherte, die – so wie ich – sehr daran interessiert sind, die deutsche Sprache zu erlernen und mir helfen beim Spracherwerb in Italienisch. Das Projekt „Tandem“. Darüber möchte ich euch gerne berichten.

Weiterlesen „Sprach(los)begabt“