Rückblick 2019 und dann…

Ende des Jahres ist immer die Zeit der Rückblende, des Schauens und hin und wieder, des Erkennens. Besonders ist die Umstellung in das neue Umfeld in Südtirol. Nein, die Umstellung ist noch nicht vorbei. Das italienische Staatssystem und die Erkenntnis der anderen Arbeitsvoraussetzungen waren dieses Jahr maßgeblich für mich. Zum ersten Mal erlebte ich nicht nur das heimatliche Tirol im Süden, sondern auch Italien und das im Besonderen. Was es mit den Menschen macht, wie Südtiroler darauf reagieren, welche Strategien sie entwickelten und schließlich auch was es mit mir macht. All das war 2019! Und noch viel mehr.

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Von drauss vom Walde komm ich her….

es weihnachtet sehr….

Heute möchte ich euch etwas über mich persönlich erzählen, bzw. das was ich selbst bereits über mich herausgefunden habe.

Ich bin ein besonderer Mensch. Vor etwa tausend Jahren (haha.. Ironie: in meiner Jugend!) sagte mal jemand zu mir: „Du hast einen unglaublich edlen Gang! Du bist etwas ganz Besonderes!“ Ich lachte und erzählte einen Witz, den mal jemand über mich machte (heute würde man das wohl „Mobbing“ nennen) und diese Person sagte zu mir darauf: „Du bist so jung. Du siehst es nicht. Aber ich sehe das Besondere in dir. Glaub mir. Du BIST etwas Besonderes und du musst herausfinden, warum du hier auf Erden bist.“ DAS war echt beängstigend für mich. Wenn man bedenkt, dass ich nicht gerade die einfachste Familie hatte, in der ich auf diese Erde kam. Wenn man bedenkt, dass ich zu dieser Zeit im Gastgewerbe war. Wenn man bedenkt, dass mein Vater damals dagegen war, dass ich diese Lehre machen sollte und meine Mutter aber davon überzeugt war, dass es das Beste für mich ist, denn ich könnte mit diesem Beruf auf der ganzen Welt arbeiten. Ich könnte überall hingehen und arbeiten und überleben.

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Erntedank

Der Sommer ist vorbei, die Ernte ist so gut wie eingebracht und das Wetter lädt uns ein, wieder einmal innezuhalten. Es ist aber auch die Zeit, in der wieder vermehrt die Ausrückungen der Schützen beginnen. Eines der ersten großen Ereignisse ist der Erntedank-Sonntag. Es ist Brauch, dass wir Gott „Danke“ sagen für die Früchte der Erde und für die schöne Sommerzeit. Die Zeit vergeht so schnell und ich bin schon wieder erstaunt, dass ich schon sooooo lange nichts mehr gebloggt habe. Aber ich halte es mehr mit der Qualität, statt der Quantität.

Welche Gedanken bei mir zu Erntedank zwangsläufig auftauchen, möchte ich euch gerne erzählen.

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Erntezeit

Leute, die Zeit fliegt nur so dahin. Ich weiß manchmal gar nicht, wieso sie so schnell vergeht!? Ich habe mir schon lange vorgenommen, wieder etwas zu schreiben und aus unerfindlichen Gründen, kam es dann doch wieder anders. Aber jetzt ist Erntezeit im Südtiroler Unterland und damit wird es wirklich Zeit wieder einen Beitrag zu veröffentlichen.

Ich sagte gerade heute zu meiner besseren Hälfte, dass wir hier wahrlich im Schlaraffenland wohnen. Die Umgebung ist immer schön, und das Klima und die fleißigen Hände bringen so wunderbare Früchte hervor. Es ist wirklich ein Wunder für mich jedes Jahr. Viele köstliche Apfelsorten, Weinsorten und so viele Obst- und Gemüsesorten, die man sich kaum vorstellen kann – all das wächst hier. Im Frühjahr bekamen wir ein Kürbispflänzchen geschenkt. Warum das etwas Besonderes ist, das möchte ich euch heute erzählen.

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Was ist Glaube?

Nur mit dieser Überschrift allein, wären jetzt – sagen wir mal ca. 90% sicher schon überzeugt, wovon dieser Beitrag handelt. Setze ich ein Bild als Titelbild ein, das auf eine Religion hinweist, dann wären dies mehr als 90%! Ok. Das ist einfach mal von mir so geschätzt. Ich dachte also darüber nach, welches Bild ich denn nehmen könnte, was der Überzeugung von ca. 90% widerspricht. Es ist nicht einfach ein relativ neutrales Bild zu finden, denn bei Landschaften, Natur oder süße Tiere ist die Religion wieder drin. Zerstörung kann ich nicht verwenden, da es ja wirklich nichts mit dem Beitrag zu tun hätte. Also welches Bild sollte ich mir dafür aussuchen? Also ein Südtirol Bild wird es wieder werden. Denn Südtirol verbindet für mich beides: Glaube und Intelligenz. Glaube widerspricht der Intelligenz normalerweise nicht. Was ich mir dazu überlegt habe, das möchte ich gerne mit euch teilen.

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Abschiede

Dauernd müssen wir Abschied nehmen, ob wir wollen oder nicht. Äussere Abschiede – also Tode -sind offensichtlich endgültig und unausweichlich! Aber kaum jemand bemerkt die inneren Abschiede! Genauso endgültig, aber sie wären nicht unbedingt notwendig! Aber so gehts im Leben: wir sollten lernen abschiedlich zu leben!

Jetzt gehts ans Eingemachte: könnt ihr jemanden seeehr Nahestehenden aus dem Leben kicken? Lest dazu, was mich gerade bewegt!

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Besuch

Diese Woche bekam ich lieben Besuch aus Deutschland: Annette hatte zufällig meinen Blog entdeckt und wollte mich treffen, da sie sich interessierte, nach Südtirol zu ziehen – eines Tages vielleicht.

Als ich mir so Gedanken machte, was ich Annette noch mitteilen könnte über das Leben hier, wurde mir bewusst, dass ich ja nie über die Wohnsituation in Südtirol nachdenken musste, da ich das Glück habe, bei meinem Schatz wohnen zu können.

Also in der Vorbereitung zu ihrem Besuch versuchte ich mich schlau zu machen, was aber leichter gesagt, als getan ist. Das einzige, das ich wirklich so auf die Schnelle herausfinden konnte, war nur, was man eh schon weiß: im Einzugsgebiet zu den Städten – Bozen, Brixen, Meran…. – sind die Wohnungen eher teuer. In manchen Tälern ist es da schon billiger. Aber da muss sich wohl jeder selbst intensiv damit auseinandersetzen, um ein klareres Bild zu bekommen.

Die Haderburg in Salurn war mein Ziel: es ist immer ein Erlebnis dort oben zu sein. Der Aufstieg ist nicht ganz so anstrengend und man wird mit einem herrlichen Ausblick auf das Unterland belohnt.

Blick nach Norden

Die Burg selbst hat eine Burgschenke und dort ist wirklich gut sein.

Burgschenke von oben
Annette und ich

Wir trafen uns am Parkplatz der Haderburg und waren uns sofort sympathisch. Wir machten gemeinsam den kurzen Aufstieg und anschließend aßen wir in der Burgschenke zu Mittag. Hier noch ein paar Eindrücke von der Burg:

Es war wirklich aufregend für mich, da Annette die erste Person ist, die ich über meinen Blog kennen gelernt habe. Wir verstanden uns so gut, dass wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit und genießt den Sommer!

Sprach(los)begabt

Da ich derzeit keinen Sprachkurs mache, weil ich mir das vorgenommen hatte, kann ich aber dennoch auf ein kleines bisschen Unterricht doch nicht verzichten. Italienisch hat für mich – und vielleicht auch für andere Deutschsprachige – seine Tücken. Ich erinnere mich, als ich mal zu meinem Schatz in Italienisch sagte, dass ich die „lampioni“ gerne esse, wie er heftig zu lachen anfing! Er wusste natürlich, was ich sagen wollte, aber in Wirklichkeit sagte ich tatsächlich, dass ich Lampen gerne esse! Gemeint waren aber die „lamponi“ – die Himbeeren. So kommt es oft, dass ich Vokabeln entweder verwechsle oder gleich eine neue Wortschöpfung kreirte, die es bis dato im Italienischen noch gar nicht gab. Oft ist mein Schatz aber nicht wirklich hilfreich, weil er mir Worte sagt, die entweder aus dem trentinischen Dialekt stammen, oder gar nicht wirklich „stubenrein“ sind. Also beides eher weniger geeignet für mich im italienischen Sprachgebrauch. Glücklicherweise nahm ich 2014 an einem tollen Projekt in Bozen teil, das mir bis heute zwei Freundinnen bescherte, die – so wie ich – sehr daran interessiert sind, die deutsche Sprache zu erlernen und mir helfen beim Spracherwerb in Italienisch. Das Projekt „Tandem“. Darüber möchte ich euch gerne berichten.

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Auf zum Schwur Tirolerland…

Wie doch die Zeit vergeht. Im Südtiroler Unterland ist der Sommer eingezogen und hat die letzten Wochen viel Hitze mitgebracht. Meine liebste Jahreszeit ist nun voll da und ich freue mich des Lebens hier. Wenn ich morgens meine Runde walke – ja, ich liebe das Nordic Walking – die vielen Blüten sehe, mitten durch die Weinberge gehe und die Dörfer im Etschtal von oben betrachten kann, dann jubiliert meine Seele. Wirklich toll. Man trifft dann auch nette Leute und es geht sich immer wieder ein „Ratscherl“ aus. Auch einige wichtige Termine für die Schützen fanden statt: Fronleichnam und Herz Jesu! Was es damit auf sich hat und welche Bedeutung diese Feste für uns Katholiken in Tirol haben, möchte ich euch gerne erzählen.

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