Neue Arbeit – neues Leben

Ich habe sehr ausführlich beschrieben, welche bürokratischen Wege man gehen muss, um in Südtirol ansässig zu werden. Doch der Grund warum ich überhaupt diesen Schritt endlich machen konnte, war meine neue Arbeit! Ich betreue eine historische Ausstellung in Bozen. ‚Wie langweilig!‘, denkt ihr vielleicht, aber da irrt ihr euch gewaltig.

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Ankommen

 

Endlich war es soweit:

Im März 2018 konnte ich eine Arbeit in Bozen finden und der Arbeitsbeginn im Mai stand auch gleich fest. So stand der Übersiedlung nach Südtirol nichts mehr im Wege. Seit fast sechs Jahren liebe ich einen Südtiroler und wir pendelten die ganze Zeit von Nord – nach Südtirol. Einmal er, einmal ich. Schon 2014 konnte ich ein Jahr bei ihm verbringen, da ich eine Bildungskarenz zum Lernen der italienischen Sprache in Anspruch nehmen konnte. Schon damals habe ich mich auch in das wunderschöne Land verliebt. Als Nordtirolerin, besonders als Reuttenerin verliebt man sich schnell in das Südtiroler Unterland mit seinen Weinbergen und Obstanlagen. Das milde Klima lässt die Seele aufatmen.

Da ich mich also mit über 50ig entschied, meinen Lebensmittelpunkt vom Norden in den Süden Tirols zu verlegen und ich somit auch mit der ganzen Fülle an Neuem sehr gefordert bin – der neue Job in Bozen, die neue Umgebung und besonders das italienischen System und seine Bürokratie (!) – , dachte ich mir, warum nicht auch andere teilhaben lassen, an diesen Erlebnissen? Da ich schon lange über eine Blog nachdachte, war jetzt wohl der ideale Zeitpunkt für mich gekommen auch diesen neuen Schritt zu wagen.

Ich fühle mich zwar sehr zu Hause hier, da ich vorwiegend mit Menschen meiner Muttersprache, mit einem ähnlichen Dialekt wie dem Meinen aus dem Norden Tirols zu tun habe. Man darf jedoch nicht übersehen, dass ich von Österreich nach Italien gekommen bin. Ich fühle mich schon bisweilen etwas seltsam, dass dies nicht Österreich ist.

Dieser Blog soll nicht nur Einblick geben in die italienisch Bürokratie, die beispielsweise für eine Wohnsitzanmeldung ca. drei Wochen (!) benötigt, sondern auch und vor allem in die Gefühls- und Gedankenwelt von einer Tirolerin, die nach (Süd-)Tirol auswandert, was an sich schon unwirklich anmutet.

Vom Grenzbezirk Außerfern an die italienische Sprachgrenze im Südtiroler Unterland.  Das Abenteuer kann beginnen!