Von Lügen, Halbwahrheiten und anderen Verdrehungen

Du erfährst von mehreren Menschen aus deinem beruflichen Umfeld, dass jemand Lügen über dich verbreitet. Es sind heutzutage schon fast alltägliche Erfahrungen. Manchmal sind es richtig frei erfundene Lügengeschichten, oft aber auch Halbwahrheiten, die aber so gestaltet sind, dass sie dir schaden. Oft sind die Motive dafür unbekannt. Du weißt nicht, warum diese Person das tut. Dies geschieht im Kleinen, aber leider auch immer öfter im ganz großen Stil – nennt sich „Kampagnen“! Also die Verfolgung und Diffamierung von einzelnen Menschen oder ganzer Gruppen in medialem, also in einem sehr kostspieligen Rahmen. Was macht das mit uns? Wie können oder sollen wir uns verhalten? Ein Analyseversuch….

Bedeutung von Lüge laut Duden:

bewusst falsche, auf Täuschung angelegte Aussage; absichtlich, wissentlich geäußerte Unwahrheit
http://www.duden.de/rechtschreibung/Luege

Wer glaubt, dass diese perfiden Lügen von ungebildeten Leuten kommen, der irrt sich gewaltig. Meiner Erfahrung nach sind es oft gerade hochgebildete Menschen, die Lügen über mich verbreiteten. Menschen, die es eigentlich nicht nötig hätten, jemanden zu diffamieren. Auch gerade jetzt musste ich dies wieder feststellen. In der Vergangenheit hatte ich mit einer Kollegin zu tun, die geradezu eine Meisterin darin war, Halbwahrheiten und Verdrehungen als Wahrheit zu verkaufen, immer mit dem einen Ziel, mir zu schaden. Sie konnte allerdings meiner beruflichen Reputation nicht schaden, da die betroffenen – also angelogenen – Menschen offensichtlich mehr an meine berufliche Kompetenz glaubten, als an ihre vermeintlichen Wahrheiten. Sie wollte sich auf meine Kosten profilieren. Für mich war das Ganze unverständlich, da es dafür keinen Grund gab. Ich war überhaupt keine Gefahr für sie, weil klar war, sollte es einmal an Geld mangeln, dann werde ich gegangen – also gekündigt – nicht sie. Sie war ja schon so eingewachsen in diesem Job, dass der Arbeitgeber es wohl in Zukunft schwer haben wird, sie los zu werden, sprich: sie in Pension zu schicken. Trotzdem musste sie solche Minderwertigkeitsgefühle gehabt haben, dass diese Diffamierungen für sie eine große Wichtigkeit entwickelten. Als dies nicht zum Ziel führte, schreckte sie auch nicht davor zurück, ihre Befugnisse und sogar Gesetze zu übertreten. Ihr Verhalten erscheint mir im Nachhinein richtig pathologisch.

Jetzt, im hier und heute ist es kein Mensch im direkten Arbeitsumfeld, der solche Halbwahrheiten und sogar direkte Lügen über mich verbreitet. Aber er verbreitet sie in meinem Arbeitsumfeld. Auch hier ist der Grund dafür ein Mysterium, und auch wieder sprechen wir hier von einem hochgebildeten Menschen. Wissenschaftliche Ethik sollte doch auch die Liebe zur Wahrheit beinhalten, aber offenbar ist es nicht allen Wissenschaftlern gegeben, nicht nur bei der Arbeit, sondern auch im privaten Umfeld wahrheitsliebend zu sein. Ob es diesen Menschen bewusst ist, dass ihr Verhalten weit mehr über sie selbst aussagt, als über mich, über die sie ihre Lügen verbreiten? Wer kann einem Wissenschaftler noch Seriosität unterstellen, wenn er bereit ist, einen anderen Menschen durch eine frei erfundene Lüge zu diskreditieren?

Bisher bewegen wir uns in einem kleinen Rahmen. Der Schaden beschränkt sich wohl mehr oder weniger auf ein paar Personen, unter anderem mich selbst. Aber was richten ganze Kampagnen an, die eine Person zum Ziel haben? Ich las heute eine sehr interessante Reportage von Hannes Grassegger.

Überschrift: „Der böse Jude“
Darin beschreibt er die Kampagne gegen George Soros, die von Arthur J. Finkelstein angezettelt wurde. Beide sind jüdischen Glaubens. Was eine groß und teuer angelegte Lügenkampagne medial aufbereitet für einen Wahlkampf auslösen kann, das ist schon erschreckend. Das sogenannte „negative compaigning“ machte Furore und findet überall auf der Welt Nachahmer:

Im letzten Schritt stellte Finkelstein nach dieser Methode dem Gegner die Falle: Er setzte eine Behauptung in die Welt und zählte darauf, dass der Gegner sich beim Versuch, diese zu widerlegen, verstrickte. Sobald der Gegner auf die Anschuldigung reagiert, assoziiert er sich mit ihr. Wenn er sie aber ignoriert, lässt er sie unwidersprochen. Im besten Fall ist die Behauptung selbst bereits so merkwürdig oder schockierend, dass Medien sie multiplizieren.

Zitat aus „Der böse Jude“ von Hannes Grassegger – siehe Link

Laut diesem Zitat kann man also gegen solch eine perfide Lüge prinzipiell nichts machen. Wenn nun schon ein Milliardär nichts dagegen tun kann, was kann dann jemand wie ich gegen eine Lüge tun?

Hier der Link zur Reportage:

http://mobile2.12app.ch/articles/15982301?fbclid=IwAR30cIJIxPF4ChJddU6EH-AM6wjAfv9yJkjsX-bl-lAk6uGPmWdmrVEx_rg

Am Ende seines Lebens hat Arthur J. Finkelstein offenbar eine Erkenntnis gewonnen:

Arthur Finkelstein starb im August 2017. Ungarn war sein finales Projekt. 2011, in einer seiner letzten öffentlichen Reden, sagte er: «Ich wollte die Welt ändern. Das habe ich getan. Ich habe sie schlechter gemacht.»

Zitat aus „Der böse Jude“ von Hannes Grassegger

Zurück zu meiner kleinen Welt und ihrer „Finkelsteins“. Wenn nun jemand über mich Lügen und / oder Halbwahrheiten verbreitet, dann weiß ich aus Erfahrung, dass es besser ist nichts zu tun. Einfach gewissenhaft weiterarbeiten. Natürlich gerate ich innerlich unter Druck und man fühlt sich auch getroffen. Gleichzeitig erinnere ich mich an einen Spruch meiner Mutter: „Wer nur hintenherum über dich reden kann, der redet mit deinem A…! Also vergiss es, so ein Mensch ist kein Gedanke von dir wert!“

Wieso hören andere solchen Menschen überhaupt zu? Ich glaube, dass die Zuhörer oft überrumpelt werden. Oder der Lügner die Lüge so gut verpacken kann, dass sie zuhören. Oder der Lügende hat eine gewisse Stellung in den Augen der Zuhörer. Nun, bei einem anerkannten Wissenschaftler ist dies bestimmt der Fall.

Die Konsequenz ist für mich Wachsamkeit. Wachsam und achtsam sein, was das Leben mir anbieten will. Achtsam im Umgang mit allen Menschen zu sein und den Fokus auf das legen, was ich am besten kann: Liebe in mein Tun hineinlegen. Bei der Arbeit, zuhause und im sozialen Umfeld. Trotz allem, sich zu freuen an dem, was Gott mir geschenkt hat. Vertrauen haben. Vertrauen, dass Gott mich nicht im Stich lässt und gegebenenfalls einschreitet, oder mir andere, weit bessere Angebote macht. So war es bisher immer in meinem Leben.

Viele sagen, dass nichts Besseres nachkommt. Das stimmt eindeutig nicht für mich. Jedesmal, wenn man mich hinausgeekelt hat, mich schlecht geredet hat, meiner Reputation massiv schaden wollte, da kam ein weit besseres Angebot. Ich hatte jedesmal einen Aufstieg. Und so wird es auch in Zukunft sein!

Ich bin sicher, dass diese Art von Bösartigkeit früher oder später jeden trifft. Viele von euch werden dies oder Ähnliches bereits selbst erfahren haben. Nicht immer gehen diese Diffamierungen gut aus und das ist schlimm genug. Ich bete dann auch, dass die Verursacher sich bewusst werden, dass dies auch eine Straftat ist. Leider sind gemobbte Menschen oft nicht mehr in der Lage, einen Prozess durchzustehen, aber ich bin gewiss, dass das Leben früher oder später die Rechnung für Bösartigkeit ausstellen wird. Dann müssen die Verursacher bezahlen. In der einen oder anderen Form. Das glaube ich wirklich.

Wie immer freue ich mich über eure Rückmeldungen, Anregungen und auch Kritik. Vielleicht habt ihr schon Erfahrung mit diesen Situationen gemacht und Lösungen gefunden.

Genießt den Jänner und achtet auf euch!



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